Befristete Arbeitszeiterhöhung

Die Befris­tung ein­zel­ner Arbeits­ver­trags­be­din­gun­gen unter­liegt nicht der Befris­tungs­kon­trol­le nach den Vor­schrif­ten des Teil­zeit- und Befris­tungs­ge­set­zes, son­dern der Inhalts­kon­trol­le nach §§ 305 ff. BGB. Die befris­te­te Erhö­hung der Arbeits­zeit in erheb­li­chem Umfang erfor­dert jedoch zur Annah­me einer nicht unan­ge­mes­se­nen Benach­tei­li­gung des Arbeit­neh­mers iSv. § 307 Abs. 1 BGB Umstän­de, die die Befris­tung eines über das erhöh­te Arbeits­zeit­vo­lu­men geson­dert abge­schlos­se­nen Arbeits­ver­trags nach § 14 Abs. 1 TzBfG recht­fer­ti­gen wür­den.

Eine Arbeits­zeit­er­hö­hung in erheb­li­chem Umfang liegt in der Regel vor, wenn sich das Erhö­hungs­vo­lu­men auf min­des­tens 25 % eines ent­spre­chen­den Voll­zeit­ar­beits­ver­hält­nis­ses beläuft.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 23. März 2016 – 7 AZR 828/​13